RSG Triathlon 2026 am Erländersee

Hügelsheim – Was für ein herrlicher Sommerabend gestern am Erländersee! Bei bestem Wetter, strahlendem Sonnenschein und super Stimmung ging die 28. Auflage unseres RSG-Triathlons erfolgreich über die Bühne.

Ihr wollt wissen, wer die schnellsten Zeiten ins Wasser und auf den Asphalt gezaubert hat, oder sucht nach den Schnappschüssen des Tages? Ab sofort sind alle Zeiten und die Bildergalerie für euch abrufbar!

Zu den Ergebnissen:

RSG Triathlon 2026 – Ergebnisse auf RaceResult

Zu den Veranstaltungsfotos:

RSG Triathlon 2026 Impressionen und Schwimmtstart

RSG Triathlon 2026 Schwimmen

RSG Triathlon 2026 Radstrecke

RSG Triathlon 2026 Laufstrecke

RSG Triathlon 2026 Siegerehrung

Ein riesiges Dankeschön schon jetzt an alle Athleten, die DLRG, die Moskito-Bar sowie alle fleißigen Helferinnen und Helfer der RSG Ried Rastatt.

Ein umfassender, ausführlicher Veranstaltungsbericht mit allen Highlights folgt in Kürze hier auf unserer Website. Bleibt dran!

28. RSG-Ried-Rastatt-Triathlon am 15. Juli 2026 – AUSGEBUCHT

Die 28. Auflage unseres kleinen Feierabendtriathlons wird auch dieses Jahr wieder am Erländersee Hügelsheim stattfinden. Es würde uns sehr freuen, euch alle wie letztes Jahr an diesem Austragungsort begrüßen zu dürfen. Die Anmeldung ist aufgrund der hohen Teilnehmernachfrage bereits seit geraumer Zeit geschlossen. Wir sind ausgebucht.

Laufwelt-RSG-Ried-Triathlon

Die flache Radstrecke auf der Rheinuferstraße birgt in Sachen Verkehr wenig Gefahr und das Schwimmen und Laufen sind ebenfalls in toller Umgebung möglich. Familie Pichler erwartet Euch in ihrer Mosquito Strandbar ab ca. 21.00 Uhr zur Siegerehrung und zum gemütlichen Wettkampfausklang.

Zuschauer

Natürlich können sich Zuschauer den Triathlon anschauen und sehr gerne auch die Athleten/-innen anfeuern.

Wir bitten darum mitzuhelfen die Parksituation am Erländersee zu entzerren – parkt bitte an der Zeltdachhalle an der Rheinstraße in Hügelsheim. Von dort sind es nur wenige Minuten zur Anmeldung an der Mosquitobar. Vielen Dank!

Streckenplan

RSG Paarzeitfahren 2026 am 23.07.2026

Am 23.07.2026 findet das traditionelle Paarzeitfahren (offenes Zeitfahrtraining auf eigene Gefahr mit individueller Zeitmessung) statt.

Aufgrund der sehr guten Resonanz im letzten Jahr werden wir wieder auf die französische Rheinseite ausweichen. Dies hat sich bereits im vergangenen Jahr bewährt.

Der erste Start erfolgt um 19 Uhr auf der Brücke über die Moder bei Neuhaeusel bei Rheinkilometer 332. Der Wendepunkt ist kurz vor der Rheinfähre bei Drusenheim.

Sonderwertung Paarzeitfahren

Es erfolgt für alle Teilnehmer/ innen eine Gesamtwertung. Ziel unseres Reglements ist es, einen Chancenausgleich zwischen den Geschlechtern und jungen und alten Fahrer/ innen zu schaffen. Deshalb hat die schnellste Mannschaft hat noch lange nicht gewonnen!

Um die wahren Sieger zu finden, haben wir folgende Regeln festgelegt:

Das Siegerteam wird ermittelt anhand der gefahrenen Echtzeit abzüglich einer Zeitgutschrift, die sich nach Alter, Geschlecht und Materialstatus der Fahrer/ innen richtet.

Bonussystem:

KriteriumBonusKommentar
Weiblich90 SekundenPro Frau
Ohne Zeitfahraufsatz30 SekundenPro Person
Jedes Lebensjahr ab 406 SekundenPro Person, die im Veranstaltungsjahr das 40. Lebensjahr vollendet. Im Jahr 2026 Geburtsjahrgang 1986 und älter
Jedes Lebensjahr unter 20 Jahren20 SekundenPro Person, die im Veranstaltungsjahr das 20. Lebensjahr noch nicht erreicht. Im Jahr 2026 Geburtsjahrgang 2007 und jünger.

GPX-Datei zum Download

Es ist keine Voranmeldung nötig. Bitte einfach rechtzeitig vor dem Start da sein und vor Ort anmelden.

Die Zeiten werden (bei guten Wetterbedingungen) im Anschluss vor Ort nach Rücksprache mit den Teilnehmern bekanntgegeben. Später werden sie auch hier auf unserer Internetseite veröffentlicht.

RSG Einzelzeitfahren 2026 – Ergebnisse und Bilder

Das RSG Einzelzeitfahren (offenes Zeitfahrtraining) am 09.07.2026 war ein voller Erfolg!

Bei hervorragendem Wetter und guter Stimmung durften wir insgesamt 29 Teilnehmer am Start begrüßen. Wir haben uns besonders über die positiven Rückmeldungen der Teilnehmer gefreut. Der erste Start erfolgt um 19:01 Uhr an der Brücke über die Moder bei Neuhaeusel bei Rheinkilometer 332. Der Wendepunkt lag kurz vor der Rheinfähre bei Drusenheim.

An der Spitze glänzte erneut der Lokalmatador Ben Witt: Mit seinem „Abonnement“ auf die schnellste Zeit unterstrich er seine Dominanz und steigerte seinen Schnitt vom letzten Jahr sogar um ca. 2 km/h auf ca. 48 km/h. Zweiter wurde Jörg Baugartner und vor Daniel Iannetta auf Platz 3. Bester Fahrer der RSG Ried Rastatt war Sven Braun auf Platz 10.

Leider konnten wir dieses Jahr keine Frau am Start begrüßen. Vielleicht klappt es ja nächstes Jahr.

Ein herzliches Dankeschön geht an alle Helfer, die dieses Event erst möglich gemacht haben.

Zur Info: Es gab einen Sturz, bei dem einer unserer Teilnehmer das Rennen vorzeitig beenden musste. Wir können Entwarnung geben: Ihm geht es gut.

Bilder zum Einzelzeitfahren

Bilder zum Einzelzeitfahren – Start/Zielbereich

Die Ergebnisse im Überblick:

PlatzStart-Nr.NameVereinZeit
13Ben Witt35:40 min
227Jörg Baumgartner37:20 min
329Daniel IannettaTMB Malterdingen37:22 min
411Felix TutschTri Team SSV Ettlingen37:57 min
520Christian QuandtRSV Traunstein38:04 min
61Tjard KopkaOEC Frankfurt38:05 min
76Rainer Hoke38:57 min
823Benjamin LeichtSG Stern Gaggenau39:17 min
919Jan BauerRSV Vaihingen39:28 min
1012Sven BraunRSG Ried Rastatt40:00 min
112Detlev Buxbaum40:41 min
1214Christian HeimlichSSC Schweighouse40:46 min
1315Christoph SchrodRSG Ried Rastatt41:02 min
147Marco Käppler41:18 min
159Ralf HafermannRSG Ried Rastatt41:48 min
165Peter KühnleRSC Donaueschingen41:59 min
1713Daniel SchorrRV Schwalbe Ellmendingen42:06 min
1828Steffen SchmelzleTri Team SSV Ettlingen42:12 min
1924Ruben Heusser42:22 min
2021Martin PeterRSG Ried Rastatt43:53 min
214Christian Rustemeier44:37 min
228Frank WagnerRSG Ried Rastatt44:51 min
2316Sebastian Braun44:54 min
2410Fabrice KirschSchweighouse45:03 min
2517Daniel ZumkellerRSG Ried Rastatt45:23 min
2622Markus GermerTri Team SSV Ettlingen48:10 min
2725Thomas Degenkolb52:00 min
2818Hajrudin Muminovic52:12 min
26Davide BrizzolaraRSG Ried RastattDNF

Wir gratulieren allen Teilnehmenden zu ihren starken Leistungen!

Einzelzeitfahren am 09.07.2026 (NEUER TERMIN)

Aufgrund der extremen Temperaturen verschieben wir das traditionelle Einzelzeitfahren auf den 09.07.2026.

Am 09.07.2026 findet das traditionelle Einzelzeitfahren (Trainingsfahrt auf eigene Gefahr mit individueller Zeitmessung) statt.

Aufgrund der sehr guten Resonanz im letzten Jahr werden wir wieder auf die französische Rheinseite ausweichen. Dies hat sich bereits im vergangenen Jahr bewährt.

Der erste Start erfolgt um 19 Uhr auf der Brücke über die Moder bei Neuhaeusel bei Rheinkilometer 332. Der Wendepunkt ist kurz vor der Rheinfähre bei Drusenheim.

GPX-Datei zum Download

Es ist keine Voranmeldung nötig. Bitte einfach rechtzeitig vor dem Start da sein und vor Ort anmelden.

Die Zeiten werden (bei guten Wetterbedingungen) im Anschluss vor Ort nach Rücksprache mit den Teilnehmern bekanntgegeben. Später werden sie auch hier auf unserer Internetseite veröffentlicht.

Erfolgreiche Wochen in der Amateurklasse für Konradin Marx

Rastatt – Konradin Marx (Holmenkol Racing Team) blickt auf erfolgreiche Wochen im April und Mai zurück. Bei verschiedenen Renneinsätzen in der Region behauptete sich der Radsportler mit starken Leistungen im Feld der Amateure (Kategorie 4.5).

Auftakt beim Kirrlacher Kriterium Den Anfang machte am 26. April 2026 das 69. Kirrlacher Kriterium in Waghäusel-Kirrlach. Auf dem schnellen, 60 Kilometer langen Rundkurs ging es von Beginn an um wichtige Punkte in den Wertungssprints. In einem 51 Fahrer starken Teilnehmerfeld beendete Marx das Kriterium auf dem 34. Platz.

Doppelstart beim Kaiserstuhl-Tuniberg Cup Ein intensives Rennwochenende folgte Ende Mai beim Etappenrennen im Kaiserstuhl. Am 24. Mai 2026 stand die zweite Etappe, der GP der Winzergenossenschaft Achkarren in Vogtsburg-Achkarren, auf dem Programm. Das anspruchsvolle Straßenrennen über 60 Kilometer bewältigte Marx in einer Zeit von 1:30:50 Stunden. Damit sicherte er sich in einem Feld von 39 Startern den guten 13. Platz.

Nur einen Tag später, am 25. Mai 2026, folgte der Start bei der dritten Etappe in Merdingen. Beim traditionsreichen 65. Leo Wirth Gedächtnisrennen wurde ein Straßenrennen über 50 Kilometer ausgetragen. Nach einer Fahrzeit von 1:59:30 Stunden überquerte Marx auf dem 16. Platz die Ziellinie. Angesichts von 64 gestarteten Fahrern bedeutete dies ein starkes Resultat im vorderen Viertel des Feldes, für das er zudem 6 wertvolle BDR-Ranglistenpunkte zugesprochen bekam.

Solide Platzierungen für Hannes Marx und Konradin Marx in Hofweier

Hofweier, 07.06.2026 – Beim 60. Kirchbergrennen in Hofweier überzeugten Hannes Marx und Konradin Marx auf dem schweren, 3,0 Kilometer langen Rundkurs mit guten Ergebnissen.

Hannes Marx bestritt das Jedermann-Rennen über 15 Runden (45 km). In einem Feld von 31 gestarteten Fahrern hielt der Fahrer der RSG Ried Rastatt über die gesamte Distanz den Anschluss an die vorderen Positionen. Nach einer Fahrzeit von 1:18:28 Stunden belegte er den 16. Platz im Gesamtklassement.

Konradin Marx (Holmenkol Racing Team) ging in der Klasse der Amateure (Rennen 11.1) an den Start. Auf der Distanz von 20 Runden (60 km) behauptete er sich in einem Feld von 28 Startern erfolgreich im vorderen Teil des Rennens. Mit einer Gesamtzeit von 1:33:25 Stunden sicherte er sich den 5. Platz, was ihm zudem 8 BDR/GC-Ranglistenpunkte einbrachte.

„Wäre es einfach, hieß es Kupfermann“: Sven Braun bezwingt den Ironman 70.3 mit Herz und Humor

Rastatt / Kraichgau, 31.05.2026 – Die Faszination Triathlon lebt von den Geschichten, die auf der Strecke geschrieben werden. Für die RSG Ried Rastatt ging Sven Braun am vergangenen Sonntag bei seiner zweiten Mitteldistanz an den Start – genauer gesagt bei einem echten Ironman-70.3-Rennen. Gegenüber seiner Premiere im Vorjahr kamen durch die Streckenführung diesmal in Summe elf Kilometer mehr über alle Disziplinen auf den Tacho. Dass ein solcher Wettkampf neben harter Arbeit im Sattel und in den Laufschuhen auch jede Menge Kameradschaft und Humor bereithält, zeigt Svens unfiltrierter Rennbericht aus der Cockpit-Perspektive:

Es lief viel besser als vergangenes Jahr. Ich hatte meine Kräfte besser eingeteilt, aber es lief dennoch nicht ganz so wie gedacht.

Ich war zuletzt so wenig zum Freiwasser-Schwimmen gekommen, dass ich mich im Wasser nur wenig verbessert hatte. Aber immerhin hatte ich keine Probleme. Ich hatte mich beim Start bei den Athleten einsortiert, die 35 bis 40 Minuten für die 1,9 km brauchen wollen, und kam auch nach 38,5 Minuten aus dem Wasser. Eine Geschwindigkeit von rund 3 km/h ist für mich gerade so okay. Zweimal an den Wendebojen im Wasser hat man sich zwar wie in einer Waschmaschine gefühlt – aber zum Glück im Schongang und nicht im Koch-Bunt-Schleudergang! Das macht Ironman mit dem Rolling-Start wirklich super, es ist echt gut, wie sich das Feld dadurch in die Länge zieht.

Auf dem Rad bin ich eigentlich sofort nach links auf die Überholspur gewechselt. Nur an den steilsten Prozenten wurde ich an den Anstiegen überholt – aber in allen sanften Steigungen, in der Ebene und vor allem auf den Abfahrten habe ich reihenweise Plätze gutgemacht. Das Feeling ist einfach cool, wenn man mit 70 bis 75 km/h in den Aero-Bars liegend und einer Trittfrequenz von 110 U/min an anderen vorbeirauscht, die bergab mit 50 km/h nur noch rollen lassen, weil ihnen schlicht die Übersetzung ausgeht. Ich war nur leider viel zu schnell auf dem Rad unterwegs: Geplant war eigentlich ein Schnitt von 30 km/h. Am Ende standen gut 33 km/h auf dem Tacho!

Tja, aber nach dem Radfahren kommt eben noch der Halbmarathon. Und da fehlte mir dann nach dem schnellen Radsplit doch irgendwie der Punch. Zwar hatte ich keine muskulären Probleme, aber an eine gute Pace war nicht mehr zu denken. Also: Kein Thema, Survival-Mode an und den Halbmarathon schrittweise in Angriff nehmen! Die Schilder am Streckenrand mit Aufschriften wie ‚Aufgeben kannst du bei der Post!‘, ‚Du bist nicht müde, du freust dich nur!‘, ‚Genieße es, du hast dafür bezahlt‘ und natürlich das obligatorische Super-Mario-Schild ‚Push here to power up‘ haben mental doch sehr geholfen.

Überhaupt waren die Athleten untereinander super nett, rücksichtsvoll und mega faire Sportler. Mir ist beispielsweise in der zweiten Wechselzone bei einer Bodenwelle der Radschuh vom Rad gesprungen (ich war beim Schieben barfuß unterwegs) und ein anderer Starter hat ihn mir glücklicherweise aufgehoben und hinterhergebracht.

Beim Wetter hatten wir ebenfalls mega Glück – es war super Wetter bis zum Lauf. Auf meiner zweiten von drei Laufrunden kam dann allerdings ein heftiger Regenschauer herunter. Als danach die Sonne wieder einsetzte, wurde es schlagartig extrem schwül und heiß, sodass ich ordentlich gelitten habe. Aber so ist das halt. Wäre es einfach, hieß es ja nicht Ironman, sondern Kupfermann!

Die Ergebnisse im Detail

Laut den offiziellen Ergebnissen teilen sich Svens Zeiten und Platzierungen wie folgt auf:

Disziplin / WertungDistanzZeitPlatzierung AltersklassePlatzierung GeschlechtGesamtplatzierung
Schwimmen1,9 km0:38:35 h17310901345
Radfahren90 km2:45:40 h130769876
Laufen21,1 km2:21:27 h19412031458
Gesamtzeit5:56:24 h19412031458
  • Startnummer: 1901
  • Altersklasse: M35-39
  • Altersklassen-Punkte: 1.609 Punkte

Stolz im Ziel

Auch wenn der abschließende Halbmarathon im „Survival-Mode“ erkämpft werden musste: Die Gesamtzeit von unter sechs Stunden ist auf dem profilierten Kraichgau-Kurs eine starke Leistung! Die RSG Ried Rastatt gratuliert Sven ganz herzlich zu diesem erfolgreichen Finish und dem perfekten Pacing auf dem Rad. Die Zähne bei schwierigen Bedingungen im Finale zusammenzubeißen und das Ding ins Ziel zu bringen, macht einen guten Athleten aus. Ruh dich gut aus, Sven – der „Kupfermann“ kann definitiv einpacken!

Bestzeiten-Regen im „Land der 1000 Hügel“: Sabine Volz überzeugt bei ihrer Kraichgau-Premiere beim Ironman 70.3

Kraichgau, 31.05.2026 – Der Ironman 70.3 Kraichgau ist unter Triathleten berühmt-berüchtigt: Die anspruchsvolle Strecke durch das „Land der 1000 Hügel“ verlangt den Athleten mit ihren knackigen Höhenmetern auf dem Rad und beim Laufen alles ab. Für Sabine Volz von der RSG Ried Rastatt stand am vergangenen Sonntag die persönliche Premiere auf dieser speziellen, harten Strecke an. Nach acht Monaten intensiver Vorbereitung und einer von einem Trainingssturz geprägten Vorgeschichte lieferte sie ein grandioses Rennen ab. Am Ende sprang ein starker 16. Platz in einem extrem hochkarätig besetzten Frauen-Feld heraus.

Wie Sabine das Rennen erlebte, welche mentalen Kämpfe sie ausfechten musste und warum das Publikum sie ins Ziel trug, berichtet sie hier im exklusiven Einblick:

Der Ironman 70.3 im Kraichgau war mein erstes Mal auf dieser Strecke. Er gilt als recht schwierig wegen der vielen Höhenmeter, sowohl beim Radfahren als auch beim Laufen. Aber da ich gerne Höhenmeter fahre, dachte ich mir: Das passt vielleicht ganz gut zu mir. Circa acht Monate habe ich mich mit meinem Trainer darauf vorbereitet.

Schwimmen ist grundsätzlich nicht unbedingt meine Paradedisziplin, weshalb ich das Hauptaugenmerk im Training auf das Radfahren und Laufen gelegt hatte – da war ich auch sehr zuversichtlich. Spannend wurde es bei der Materialschlacht: Ich habe bis ein, zwei Tage vor dem Start überlegt, ob ich mit dem TT-Rad (Zeitfahrrad) oder doch mit dem normalen Rennrad fahre. Durch einen Sturz in der Toskana hatte ich wegen meiner Schulter leider noch nicht so viele Trainingskilometer auf dem TT-Rad absolvieren können. Letztendlich entschieden wir uns aber: Wir testen es einfach!

Der Renntag startete früh. Nach dem Aufstehen um 6:45 Uhr fiel um 8:30 Uhr der Schwimmstart. Im Wasser war es mega heftig. Es sind einfach unglaublich viele Menschen im See, man hat überall Arme und Beine um sich herum – das kann man im Schwimmbad so nicht simulieren. Ich war tatsächlich froh, als ich aus dem Wasser stieg. Der Wechsel aufs Rad klappte gut.

Die Radstrecke hatte es in sich: Ein ständiges Auf und Ab. Man kann es nicht direkt Berge nennen, es sind eher dauerhafte, lange Hügel. Du hast kaum flache Strecken. Und das dann mit einem Zeitfahrrad, auf dem man noch nicht so oft saß. Insgesamt war ich aber super zufrieden: Ein 30er-Schnitt auf diese Höhenmeter war echt top! Ich habe auf dem Rad auch nicht meine allerletzte Energie gelassen und fühlte mich beim zweiten Wechsel eigentlich noch gut.

Nach zwei bis drei Kilometern auf der Laufstrecke kam dann allerdings der Hammer. Die Oberschenkel machten komplett zu. Die Muskulatur war das TT-Fahren und den direkten Wechsel zum Laufen einfach noch nicht gewohnt – das hatte ich verletzungsbedingt im Training kaum üben können. Erschwerend kam hinzu, dass auch die Laufstrecke im Kraichgau alles andere als flach ist. Mental musste ich extrem kämpfen, wenn man muskulär so am Ende ist.

Was mich gerettet hat, waren die unglaublich vielen Zuschauer! Der Kraichgau ist bekannt für sein tolles Publikum. Die Menschen pushen dich, rufen deinen Namen, obwohl sie dich gar nicht kennen – das ist pure Motivation. Zudem war mit Dennis und meinen besten Freunden ein eigener Support-Club vor Ort. Am Ende habe ich in allen drei Disziplinen meine persönlichen Bestleistungen und Bestzeiten abrufen können! Auch wenn der Schmerz beim Laufen heftig war und ich im Ziel erst einmal komplett fertig war, bin ich super zufrieden.

Ein kleiner Traum war im Vorfeld ein Slot für die Weltmeisterschaft in Nizza. Letztes Jahr wäre ich mit meiner Endzeit locker unter den Top Ten gelandet, dieses Jahr reichte es in dem extrem starken Frauen-Feld für Platz 16. Das Niveau war dieses Jahr einfach brutal hoch, weshalb es mit dem Slot nicht ganz geklappt hat – aber das war ohnehin nur ein ‚Nice-to-have‘.

Die Ergebnisse im Detail

Sabines offizielle Finisher-Zeiten und Platzierungen teilen sich wie folgt auf:

Disziplin / WertungDistanzZeitPlatz AltersklassePlatz GeschlechtPlatz Gesamt
Schwimmen1,9 km0:37:23 h262131146
Radfahren90 km2:48:23 h18114907
Laufen21,1 km1:40:48 h1697735
Gesamtzeit5:18:03 h1697735
  • Startnummer: 2370
  • Altersklasse: F35-39 (Platz 16 von 74 Starterinnen)
  • Erreichte Punkte: 2.868 Punkte

Nächstes Ziel: Leipzig

Nach diesem denkwürdigen und erfolgreichen Tag im Kraichgau richtet Sabine den Blick bereits nach vorne. Ende August steht die nächste Mitteldistanz in Leipzig an: „Jetzt weiß ich genau, woran ich im Training noch arbeiten muss. Leipzig ist im Gegensatz zum Kraichgau komplett flach auf der Rad- und Laufstrecke – da sieht man dann vielleicht noch mal einen Unterschied!“, freut sich Sabine auf die nächste Herausforderung.

Die RSG Ried Rastatt gratuliert Sabine zu dieser grandiosen Willensleistung, den drei neuen persönlichen Bestzeiten und einem fantastischen 16. Platz in der stark besetzten Altersklasse F35-39!