Ein weiteres Wettkampf-Wochenende

Am vergangenen Wochenende waren wieder einmal einige Radsportler der RSG aktiv und erfolgreich.

Ralf Hafermann startete beim Mountainbike-Rennen in Ellmendingen in der Sprint-Distanz über 23 km und konnte den ersten Platz in seiner Altersklasse erringen. In der Gesamtwertung aller Altersklassen wurde er Zweiter.

Jugendfahrer Leon Uhrig bestritt das Rundstreckenrennen der U-17 in Plattenhardt bei Filderstadt und beendete es als respektabler Sechster.

Die Brüder Julian und Adrian Götz starteten in Ebringen am Kaiserstuhl. Julian gewann bei heißen Temperaturen das Einsteigerrennen über vier Runden. Adrian trat bei den U-15-Schülern an, die 25 Runden fahren mussten. Nachdem er zwischenzeitlich den Anschluss ans Hauptfeld verloren hatte, kämpfte er sich wieder heran und schaffte es noch auf den zwölften Platz.

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Paarzeitfahren auf der Rheinuferstraße am 26.7.2018

Am Donnerstag, den 26. Juli veranstaltet die RSG-Ried-Rastatt wie jedes Jahr das Paarzeitfahren für Jedermann auf der Rheinuferstraße. Start und Ziel befinden sich an der Staustufe Iffezheim, gewendet wird am Ortseingang Greffern, so dass sich eine Strecke von 27 km ergibt. Der erste Start erfolgt um 19.00 Uhr, danach gehen die Paare im Minutentakt auf die Strecke. Alle Teilnehmer melden sich bitte rechtzeitig vor dem Start an. Es handelt sich hierbei nicht um einen Wettkampf, sondern um eine Trainingsfahrt auf eigenes Risiko.

 

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Durch ein ausgeklügeltes Bonus-Malus-System, das die Fahrzeit, das Fahreralter und das Innehaben einer Rennlizenz berücksichtigt, werden am Ende die Wertungszeiten ermittelt.

Das genaue Reglement kann über den entsprechenden Button oben auf dieser Homepage eingesehen werden.

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Wieviele Kilometer passen in einen Sonntag?

Am 8.Juli fand der traditionelle Bühlertäler Radsonntag statt. Sieben Fahrer der RSG folgten dem Angebot und genossen bei allerbestem Radwetter die schöne Strecke, die durch die Landkreise RA, CW, FDS und OG führte. Christian Veit, Patrick Eberhardt und Christian Späth hatten am Ende jeweils 210 km und 3000 hm auf dem Tacho.

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Am selben Tag versuchte Tobias Bailer seine im vergangenen Jahr erreichte Kilometerzahl beim 24-Stunden-Rennen in Grieskirchen (Österreich) zu toppen. Tatsächlich knackte er dieses Mal die 600-km-Marke.

Der Jugendfahrer Leon Uhrig konnte beim Radrennen in Achkarren auf einem anspruchsvollen Kurs mit diversen Anstiegen einen sehr respektablen siebten Platz erringen.

 

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Ein Wochenende, viele Wettkämpfe

Beim Steinbacher Abendkriterium am Freitag waren im Rennen der “Masters” über 35 Runden unsere beiden Lizenzfahrer Christian Veit und Patrick Eberhardt in Aktion. In einem starken Feld konnte Christian Veit das Rennen auf Platz 15 beenden.

Am Samstag fand das traditionsreichen Turmbergrennen mit 220 Teilnehmern in Karlsruhe statt. Nach einem Einzelzeitfahren wurden die Finalisten A und B ermittelt, die dann jeweils nach einem Massenstart den Sieger ausfuhren. Ralf Hafermann verpasste das A-Finale knapp und wurde im B-Finale Siebter.

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Über den höchsten Pass Deutschlands, den Riedbergpass, ging es für Jörg Karcher, Jürgen Weiss und Uwe Lauer beim Tannheimer-Tal-Radmaraton. Sie legten am Sonntag  in den Allgäuer Alpen eine Strecke von 22o km und 3500 Höhenmeter zurück.

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Ebenfalls am Sonntag bestritt Leon Uhrig in Roschbach (Rheinland-Pfalz) das Radrennen der U-17-Jugend, das er im Feld beenden konnte.

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So läuft es bei unseren Jugendlichen

Am heutigen Sonntag konnten unsere beiden jungen Rennfahrer Adrian und Julian im Kriterium in Linkenheim mit guten Leistungen auf sich aufmerksam machen.

Julian, der jüngere der beiden Brüder, konnte im Einsteigerrennen über 2,2 km den Sieg einfahren. Adrian startete bei den Shülern U 15 und musste über 17 km um Punkte kämpfen. In seinem erst dritten Lizenzrennen kann er mit dem siebten Platz sehr zufrieden sein!

Unser U-17-Junior Leon Uhrig zog am selben Tag das Straßenrennen in Kirchheimbolanden vor, das als Jubiläumsrennen “50ste Auflage des Internationalen Straßenpreises des Donnersbergkreises” ausgeschrieben war. Gegen starke Konkurrenz konnte sich Leon auf Platz 11 behaupten und Wertungspunkte einfahren.

Julian Götz gewinnt das Einsteigerrennen in Linkenheim

Julian Götz gewinnt das Einsteigerrennen in Linkenheim

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Einzelzeitfahren auf der Rheinuferstraße

Auch in diesem Jahr ging es im Minutentakt auf die Rheinuferstraße. Trotz der Fußball-WM fanden sich 55 Teilnehmer ein, die zum Teil recht weite Anfahrtswege auf sich nahmen, um bei diesem Event dabei zu sein. Die Windverhältnisse waren für die Fahrer nicht ideal, der Wind drehte häufiger, so dass manche Fahrer das Gefühl hatten, auf Hin- und Rückweg dem Gegenwind ausgesetzt zu sein.

Die Zeit des Siegers ist deshalb umso bemerkenswerter: der erst 18-jährige Pirmin Benz aus Offenburg ließ in einer Zeit von 35:26 Minuten die Konkurrenz hinter sich. Hinter ihm kamen einige Sieger der vergangenen Jahre auf den vorderen Plätzen ins Ziel (Ben Witt, Thorsten Metzger, Patrick Eberhardt), was die starke Leistung des Siegers unterstreicht.

Für die RSG starteten Patrick Eberhardt, Christian Veit, Jörg Karcher, Markus Weiler, Ralf Hafermann, Elmar Petrisor, Patrick Weber und Leo Senski.

In diesem Album findet ihr die Bilder der Veranstaltung:

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Und hier die vollständigen Ergebnisse:

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Kirchzarten, Biberach, Oberhausen – ein ereignisreiches Wochenende

In Kirchzarten fanden am vergangenen Wochenende die diversen Wettbewerbe des Black Forest Ultra Bike Marathonsstatt, an denen knapp 5000 Radsportler teilnahmen.

Für die RSG starteten die Lizenzfahrer Christian Veit und Tony Caballero auf den “Speed Track” über 52 km und 1200 Höhenmeter. Christian Veit konnte zwar seine Zeit gegenüber des Vorjahres um mehrere Minuten verbessern, wurde aber im Gegensatz zum Vorjahr “nur” Zweiter in seiner Altersklasse, was für die sehr starke Konkurrenz spricht. Tony Caballero hatte Pech, ihm riss kurz nach dem Start die Kette, so dass er nicht weiterfahren konnte. Ebenfalls im Trikot der RSG machte sich Mark Freyer auf die Strecke des “Gravel Track” (50 km), die er auf Platz 42 beenden konnte.

Christian Veit in Kirchzarten

Christian Veit in Kirchzarten

In Biberach trafen sich am Sonntag die besten U-17-Junioren, um in einem 75 km langen Rennen die Deutschen Meisterschaften auszufahren. Unter ihnen Leon Uhrig, der das Pech hatte, dass er durch einen Sturz vor ihm im Feld abbremsen musste und die Spitzengruppe ohne ihn davonfahren konnte. Nach zahlreichen Platzierungen in den Rennen zuvor musste er dieses Mal ohne Wertungspunkte den Heimweg antreten.

Die Brüder Adrian und Julian Götz entschieden sich am selben Tag für das Kriterium in Oberhausen. In seinem erst zweiten Rennen als lizensierter U-15-Schüler erreichte Adrian im Rennen über 16 km den neunten Platz und die ersten Wertungspunkte. Julian kam im Einsteigerrennen als Dritter ins Ziel.

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22. Laufwelt-RSG-Ried-Triathlon am 18. Juli 2018

Laufwelt-RSG-Ried-Triathlon

Zum 22. Mal geht es wieder beim Triathlon der RSG Ried Rastatt, der auch in diesem Jahr wieder vom Rastatter Freizeitparadies und von der Laufwelt unterstützt wird.

Triathlon für Erwachsene über 14 Jahre

Termin: Start ist am 18. Juli um 19:30 Uhr im Freizeitparadies in 76437 Rastatt-Plittersdorf.

Strecke

  1. 400 m Schwimmen (im See des Freizeitparadieses)
  2. ca. 17 km Radfahren (2 Runden siehe Beschreibung)
  3. ca. 4 km Laufen

Preise: Pokale gehen an die zeitschnellsten Damen und die zeitschnellsten Herren.

Startgeld:
Bei Überweisung bis zum 1. Juli: 15,00 €
Bei Zahlung nach dem 1. Juli oder am Start: 20,00 €

Nachmeldungen können nur akzeptiert werden, wenn das Teilnehmerlimit noch nicht erreicht ist.

Starter, die am Veranstaltungstag das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, müssen bei der Abholung der Startnummer eine unterschriebene Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten vorlegen.

Start, Ziel und die Startnummernausgabe befinden sich auf dem Gelände des Rastatter Freizeitparadieses. Ein kostenfreier Zugang ist am Veranstaltungstag ab 18:00 Uhr möglich.

Alle Einzelheiten könnt Ihr in der Ausschreibung Triathlon (PDF-Format) nachlesen.

Anmeldung zum Triathlon

Anmeldung: Über unsere Online-Anmeldung.

Wer hat sich bereits angemeldet? Die Liste der bereits gemeldeten Teilnehmer gibt Auskunft.

Streckenplan

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Neues aus dem Renngeschehen

Am 5. Mai fanden in Singen die Zeitfahrmeisterschaften des Landesverbandes Baden-Württemberg statt. Leon Uhrig startete bei der Jugend U17. Der 16 km lange Kurs war recht verwinkelt und es ging ein starker Wind auf der Strecke. Leon konnte als respektabler Elfter noch zwei Wertungspunkte für die Rangliste ergattern.

Wie schon in den Vorjahren machten sich Christian Veit und Ralf Hafermann an Christi Himmelfahrt auf den Weg zu einer Vatertagsradtour der etwas anderen Art:

Der RC Sulzbach (bei Malsch) veranstaltete sein Bergzeitfahren mit Start von der Rampe über 5 km und 250 hm. Nach den wolkenbruchartigen Regenfällen glichen die zu befahrenden Wege stellenweise eher Bachläufen. Trotzdem konnten unsere beiden Fahrer mit starken Leistungen aufwarten: Ralf Hafermann erreichte unter den 60 Fahrern den 10 Gesamtplatz und konnte in seiner Altersklasse als Zweiter einen Pokal entgegennehmen. Noch besser machte es Christian Veit, der als Gesamt-Dritter seine Altersklasse sogar gewinnen konnte!

Christian Veit am Start

Christian Veit am Start

Ralf Hafermann (rechts) wurde zweiter seiner Altersklasse

Ralf Hafermann (rechts) wurde zweiter seiner Altersklasse

Am heutigen Sonntag konnte Leon Uhrig in Ellmendingen beim Kriterium der U17 einen starken vierten Platz erreichen und verpasste das Podium nur knapp. Damit steigt er in der Wertung des Heuer-Cups auf den zweiten Platz und kann am nächsten Wochenende in Villingen-Schwenningen noch einen Angriff auf das Leader-Trikot starten.

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Mallorca-312-Marathon – kann man mal machen!

Angeregt durch einen gut geschriebenen Artikel in einem Radsportmagazin hatte ich schon länger die Idee im Hinterkopf, einmal den Mallorca-Radmarathon zu bestreiten, der für seine unkonventionelle Aufmachung und die besondere Stimmung rund um das Event gerühmt wird. In diesem Jahr lag das Datum gut, es gab nach dem Wochenende des Wettbewerbs noch einen Brückentag und den Maifeiertag, so dass man einen mehrtägigen Aufenthalt auf der Deutschen liebster Insel ins Auge fassen konnte. Der Winter war lang und trüb, die 8000 Startplätze nahmen nach der Freischaltung rapide ab, die Partnerin sagte ihre Begleitung ohne langes Überlegen zu (“Mallorca geht immer”) – also machte ich einen Schnellschuss und beantragte eine Startnummer. Dass bis Ende April nur knapp über 1000 Trainingskilometer auf meinem Tacho stehen sollten, konnte ich zu dem Zeitpunkt nicht ahnen, ebensowenig, dass die beiden einzigen Dienstagsausfahrten mit den Jungs so zäh für mich sein würden.

Die Feinplanung danach erwies sich als unerwartet mühsam. Zuerst stellte sich heraus, dass die Flugzeiten vom Baden Airpark nicht kompatibel zu unseren Freitags-Arbeitszeiten lagen, so dass wir Flüge von Hahn im Hunsrück buchen mussten. Dies bedeutete eine so späte Ankunft am Freitag Abend, dass das Abholen der Startunterlagen nicht mehr möglich war. Auch die zahlreichen Radverleiher, die ich kontaktierte, waren von meinem Anliegen, so kurzfristig ein passendes Rad für einen oder zwei Tage herauszugeben, durchweg nicht angetan und verwiesen auf die enorme Anfrage rund um den Marathon.

Letzten Endes erhielt ich vom Veranstalter die Zusage, dass ich am Morgen des Wettbewerbs noch meine Startunterlagen bekommen könne, auch ein Radverleiher stellte mir die Herausgabe eines passenden Rades am Abend vorher in Aussicht.

Bei der Ankunft am BMC-Radsalon an der Playa de Muro gegen 22:30 Uhr konnte ich zwar im Laden ein bereitgestelltes Rad in meiner Größe entdecken, aber es war niemand da und der Laden zu. Nach mehrmaligen Anrufen auf der mir bekannten Mobilnummer ging der Chef dran, seine Laune war durch den Hörer greifbar. Eine halbe Stunde später konnte ich dann ganz zügig ohne Kaution, Ausweisdaten, Bezahlung oder anderen Formalitäten das Rad an mich nehmen. Ein böser Mensch hätte nun zusätzlich eine BMC Roadmachine mit 105er-Ausstattung in seinem Fahrradkeller ;-)

Nun ging es ins Hotel, einchecken, Rad richten (Sattelhöhe einstellen, Pedale und Tacho montieren, Bremsklötze und Steuersatz justieren) und einen spanischen Roten zur Entspannung verkosten. Das Ganze war doch etwas stressig bis hierher.

Nach 4 1/2 Stunden Schlaf ging der Wecker. Eine böse Überraschung sollte die Müdigkeit gleich vertreiben: Die in großer Zahl im Hotel befindlichen Engländer, die ebenfalls zum Marathon gemeldet waren, hatten das Frühstücksbuffet komplett geräubert. Es gab absolut nichts mehr zu essen (um 5:30 Uhr!), nur noch einen Kaffee aus dem Automaten. Also blieb mir nichts anderes übrig, als den ersten Energieriegel des Tages zu mir zu nehmen. Wenigstens das Abholen der Startnummer und des Transponders klappte zügig und ohne Schwierigkeiten.

Während der Startaufstellung gab es das Granfondo-typische Gedrängel (was sich bei 8000 Leuten nicht vermeiden lässt) und Beschallungsprogramm, aber alles entspannter und eine Nummer kleiner als z.B. beim Ötztaler oder Dolomiti. Die von mir bereits mehrfach beobachtete Unsitte, dass Fahrer sich mit alten Wollpullovern warmhalten, die dann nach dem Start einfach auf die Straße und den Nachfolgenden in den Weg geschleudert werden, gab es auch hier. Bereits zwischen Playa de Muro und Alcudia ereigneten sich die ersten Unfälle.

Das Tramuntana-Gebirge in der Morgensonne ist ein Traum! Es ging hoch zum Kloster Lluc und nach Soller, wo die erste Verpflegungsstelle ausgeschrieben war, auf die ich mich mangels Frühstück seit dem Start gefreut hatte. Akribischere Naturen als ich hätten vermutlich vorher registriert, dass es sich nur um eine Getränkeausgabe handelte – wieder gab es also nur einen der ungeliebten Riegel aus der Trikottasche.

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Inzwischen hatte ich jede Menge Zeit, das Fahrerfeld zu inspizieren. Die Mehrzahl der Teilnehmer waren Engländer, noch vor den Spaniern. Deutsche machten etwa 10 % aus, die anderen typischen Granfondo-Teilnehmer wie die Italiener und Holländer waren kaum vertreten. Es gab viele Unfälle, das Martinshorn war oft zu hören und an manchen Kreuzungen lagen notdürftig zusammengekehrte Carbonsplitter. Zwei noch behelmte Gesichter, die am Straßenrand unter Rettungsdecken hervorlugten, ließen mich für eine Weile am Sinn einer solchen Veranstaltung zweifeln.

Nachdem wir Andratx passiert hatten und es endlich eine kurze Pause im andauernden Auf- und Ab des Tramuntana-Gebirges gab (inzwischen konnte ich an einer Verpflegungsstelle auch “vernünftige” Nahrung ergattern – eine Banane, ein paar Schinkenbrote und einen Kuchen – leider gab es an allen Stationen genau dasselbe Essen), machte sich eine ausgeprägte Müdigkeit bemerkbar und ich war kurz davor ein kleines Nickerchen unter einem Mandelbaum abzuhalten. Immerhin hatten wir inzwischen 3000 Höhenmeter bewältigt. Ab hier war mir klar, dass nur die mittlere Runde mit 225 km vernünftig sein konnte, zumal mein Hintern einen Streit mit dem Sattel des Leihrades anfing. Ich malte mir aus, dass der Abzweig zur langen Runde vermutlich schon geschlossen sein müsste und kündigte meiner Partnerin per SMS meine baldige Ankunft an. In einer flotten Gruppe ging es dann zügig in Richtung Inca und weiter nach Muro, immer schön hinten drin und immer nur kurz in der Führung. Die zahlreichen Wellen ließen sich so ganz gut bewältigen, das Höhenmeterkonto füllte sich zusehends gegen 4000. Nirgendwo war der Abzweig zur langen Runde zu sehen. Vermutlich doch bereits abgebaut.

Dann, bei Muro, 10 km vor dem Ziel der 225er-Runde: DER ABZWEIG! Kurzer Stopp. Blick aufs Handy. “So früh hab´ich nicht mit dir gerechnet. Das schaffe ich nicht rechtzeitig. Bin noch im Museum.” Die Gruppe: Bereits außer Sichtweite auf der 312er-Runde. Starker Gegenwind aus Richtung Osten. Alleine machte ich mich auf nach Arta, über für den Straßenverkehr gesperrte Wirtschaftswege, in der Hoffnung, dass es nur noch 95 km wären und in der Gegend nie weitere 1000 hm lauern könnten. Recht bald ist wieder eine Gruppe beisammen, wir stemmen uns gegen den Wind und sammeln Kilometer um Kilometer, Höhenmeter um Höhenmeter.

In Colonia de Sant Pere, ca. 20 km vor dem Ziel der langen Runde, gab es einen Fahrerstau. Die Kellner der Dorfkneipe servierten den Fahrern Freibier auf ihren Tabletts. Sehr sympathisch! Wer mich kennt, weiß, dass ich natürlich keinen Gedanken daran verschwendet habe, den Zielschluss wegen eines Bieres nicht zu erreichen ;-) Es war sowieso schon sehr knapp. Ich bin mir sicher, dass es von den Feiernden kaum einer vor 21 Uhr ins Ziel geschafft hat.

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Ich konnte dann um 20:50 Uhr, nach einer Fahrtzeit von 13,5 Stunden, einer Strecke von 318 km (laut Tacho) und 5050 Höhenmetern (laut GPS-Daten des Veranstalters) die Zieleinfahrt genießen – Konfettiregen, Feuerwerk, Böller und Folkloregruppen inklusive. Das Bier gab´s dann auch sofort.

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Nie kam mir die Insel schöner vor als in den zwei darauffolgenden Tagen, in denen wir ganz relaxed ein paar Erkundungstouren im Mietwagen und zu Fuß unternahmen!

Fazit: Der Mallorca-312-Marathon ist ein tolles Erlebnis und eine Herausforderung. Man sollte allerdings nicht erst am Abend zuvor ankommen.

 

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