Bericht von der Jahreshauptversammlung 2005

Hitzige Diskussionen um die Finanzen bestimmten die diesjährige Hauptversammlung der RSG Ried Rastatt. Der Vorstand hatte einen Antrag auf Beitragserhöhung eingebracht, weil das Finanzkorsett des Vereins immer enger wurde. Die Mitglieder stimmten mit großer Mehrheit zu, ließen aber auch kritische Stimmen laut werden.

Die letzte Beitragserhöhung hatte es Mitte der 90er Jahre gegeben. Abnehmende Zuschüsse aus Toto-Lotto-Mitteln und steigende Kosten belasteten die Vereinskasse zuletzt immer mehr. Die RSG Ried blieb auch von der Gebührenerhöhung für die Sporthallennutzung im Landkreis Rastatt nicht verschont und muss seit Januar für ihr Wintertraining mehr als das Fünffache der bisherigen Hallengebühren zahlen. Manches Mitglied war auch überrascht, zu hören, dass fast die Hälfte seines Beitrages an den Radsportverband abgeführt werden muss.

Die Konsequenz daraus ist die nun vollzogene Beitragserhöhung für Erwachsene von 36 Euro auf 40 Euro. Der Beitrag für jugendliche Mitglieder wurde bei 18 Euro belassen. Die Kritiker wiesen zwar darauf hin, dass der Verein noch über ein kleines Finanzpolster besitze, auf das zurückgegriffen werden könne. Letztlich konnten sie sich aber bei der Abstimmung nicht durchsetzen.

Sportliches Großereignis wird für die Rastatter Radler in diesem Jahr die Tour de France-Durchfahrung Rastatts sein. Der Verein wird mit einem eigenen Getränke- und Essensstand bei den Feierlichkeiten neben der Strecke vertreten sein.

Das traditionelle Radkriterium in der Rastatt Innenstadt werden die Radsportler entgegen ihren Planungen dieses Jahr leider nicht veranstalten können. Am vorgesehenen Termin, dem 19. Juni, finden große Radrennen in Südbaden und in der Pfalz statt. Den Vereinsverantwortlichen ist das Risiko zu groß, an jenem Tag kein ausreichendes Starterfeld rekrutieren zu können. Deshalb informierten sie die Mitglieder, dass das eigene Rennen nicht stattfinden wird. Als Ersatz dafür wird die RSG Ried im September ein Bergzeitfahren für Hobbyfahrer nach Ebersteinburg veranstalten.

Auf der Versammlung stellten sich einige neue Mitglieder vor – unter ihnen die Nachwuchsrennfahrer Axel Friedrich und Jonas Lindner, die im Sommer in der Jungendklasse an den Start gehen werden.

Die Vereinsmeister des Jahres 2004 konnten freudestrahlend ihre Pokale entgegennehmen: Martin Schmidt in der Hauptklasse Männer, Leo Senski bei den Senioren I und Alfred Symanowsky bei den Senioren II. Helga Klebsch wurde als Landessiegerin bei der Radtouristik (4446 km) geehrt.

Zehn Mitglieder wurden für 25-jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet: Reinhard Allgeier, Peter Fritz, Michael Jenc, Theresia Jenc, Helga Klebsch, Ulli Klebsch, Edwin Koffler, Hans-Jürgen Rexroth, Lioba Schick und Jürgen Weiß.

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.